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 Connect! The Smart TV Award: Bewerbungsfrist läuft ab sofort bis Ende Februar

Deutsche TV-Plattform und MEDIENTAGE MÜNCHEN verleihen neuen Smart-TV-Award

 

Im Rahmen der Konferenz „Connect! The Future of TV” wird erstmals der Preis „Connect! The Smart TV Award“ verliehen – ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen TV-Plattform und der MEDIENTAGE MÜNCHEN. Unterstützt wird der Award vom MedienNetzwerk Bayern. Der Award soll besondere Innovationen, Apps und Services rund um das vernetzte Fernsehen auszeichnen.

Bewerbungskriterien

Bewerben können sich alle Anbieter, deren Connected TV Services in Deutschland oder der DACH Region verfügbar sind, unabhängig von dem Ort des Firmensitzes. 
Unter Connected TV Services werden Anwendungen verstanden, die auf einer oder auf allen der folgenden Plattformen genutzt werden können:
- TV-Boxen, -Receiver oder -Sticks
- Smart TV-Plattformen auf TV-Geräten
- HbbTV-Anwendungen

Ausführliche Ausschreibungs- und Anmeldeinformationen finden Sie hier: https://medientage.de/connect-the-smart-tv-award/ 

Preisverleihung

Die Gewinner werden im Rahmen des MEDIENTAGE Specials "Connect! The Future of TV" am Mittwoch, den 22. April 2020, in München bekannt gegeben. Eine fünf-köpfige Jury aus Branchenexperten wird über die Gewinner entscheiden. Die Jury wird bald bekanntgegeben. 

Einsendeschluss und Bewerbung

Einreichungen sind ausschließlich digital über das Online Formular bis 29. Februar 2020 möglich.

 
Folgende Angaben müssen in jeder Bewerbung enthalten sein:
• Firmenname und Inhaber/Geschäftsführung
• Kontaktdaten und Ansprechpartner
• Name des Connected TV Services und Beschreibung
• Angabe der Kategorie, für die Sie sich bewerben möchten (mehrfach-Bewerbungen sind möglich)
• Was qualifiziert Ihren Connected TV Service für eine potenzielle Nominierung (ausführliche Begründung und Belege!)?
• Firmenlogo – Möglichst als vektorisierte EPS-Datei. Maximale Dateigröße 10 MB.
• Weitere Anhänge – weitergehendes Material sollte beigefügt werden. Die Dateigröße darf nicht größer als 10 MB sein.

Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Bewerbungsunterlagen berücksichtigt werden können.



 Wettbewerb im Streamingmarkt, Perspektiven für SD, HD und UHD

Bericht zum Symposium „TV der Zukunft“ in Berlin

Der Fernsehmarkt steht im Mittelpunkt weitreichender Veränderungen. Im Streamingmarkt wetteifern immer mehr Angebote um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Daneben stellt sich nach der erfolgreichen Analogabschaltung die Frage nach den Perspektiven für digitale Angebote in SD, HD und UHD. Deswegen veranstaltete der Breitbandverband ANGA in Kooperation mit der Deutschen TV-Plattform Ende Januar das Digitalsymposium 2020, um zu beleuchten, wie sich Fernsehen und Streaming in den Jahren 202x entwickeln werden, oder zumindest könnten.

Alle Fotos zur Veranstaltung finden Sie hier (Fotos: Beatrice Staib)

Download der Präsentation hier

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Streamingdienste im Wettbewerb

Das erste Panel adressierte den zunehmenden Wettbewerb im Streamingmarkt. Wie sehen hier Erfolgsrezepte aus? Netflix will weiter mit originären und originellen Inhalten punkten, sagte Dr. Wolf Osthaus, Director Public Policy. Kreativer Freiraum für Produzenten, viele Programmfarben, lokale wie internationale Produktionen verpackt in ein fokussiertes Geschäftsmodell sei die Stärke von Netflix. Man verstehe sich nicht als Aggregator, aber setze für den Zugang der Inhalte natürlich auf Partnerschaften. Diese haben auch bei Google ein hohes Gewicht, sagte Robert Richter, Google EMEA Partnerships Solutions. Der Fokus liege absolut auf den Usern, wofür in einem zunehmend fragmentierten Markt Partnerschaften unerlässlich seien, auch auf lokaler Ebene. Er rechnet mit dem Einstieg neuer Player mit neuen Technologien und plädiert deswegen auf einen starken Technologiefokus. Für eine optimale User Experience müsse alles technisch problemlos laufen, inklusive Werbeausspielung – was heute noch nicht der Fall sei. Unter dem Strich gelte heute wie morgen: Google ist erfolgreich, wenn es die Partner sind – wie z. B. Joyn. Nicole Agudo Berbel, Chief Distribution Office der Gruppe, betonte den Multiplattformansatz der ProSieben-Gruppe. Im Kern sei man nach wie vor ein Free-TV-Haus mit Fokus auf breite Masse und hohe Reichweiten, die vermarktet werden können. Dazu kommt das digitale Geschäft. Je nach Zielgruppe werden die Inhalte über die jeweiligen Kanäle ausgesteuert. Formate mit hohen Reichweiten wie „The Masked Singer“ funktionieren am besten im klassischen Fernsehen, „Galileo“-Dokus in Kurzform z. B. dagegen optimal auf Youtube. Joyn kombiniert beide Welten mit einem „Freemium-Ansatz“, Free-TV und zielgruppenspezifische Inhalte. Aus Ihrer Sicht wäre ein „One-Stop-Shop“ für die User wünschenswert, der alles aus einer Hand anbietet. Den bietet z. B. Vodafone.

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Cord Never statt Cord Cutting

Hier sehe man das Thema Streaming unter zwei Blickwinkeln, sagte Rolf Wierig, Vice President Entertainment Products Vodafone und Mitglied des Vorstands der Deutschen TV-Plattform. Für das Wachstum im Segment Infrastruktur und Internetzugang seien OTT-Services ein wichtiger Treiber. Quasi „on top“ käme die Vermarktung eigener, neuer OTT-Produkte und Services. Für das langfristige Potenzial sei die spannende Frage, ob Kunden nachwachsen. Es gäbe keinen nennenswerten Churn, aber junge Leute würden schlicht kein klassisches Kabel-TV nachfragen – Cord Never statt Cord Cutting. Perspektivisch verschiebe sich die Nachfrage in Richtung On-Demand-Nutzung. Diese Transformation gelte es zu bewältigen sowie eine Wertsteigerung je Haushalt mit Kombinationsprodukten aus Mobilfunk, Breitband und Fernsehen zu erzielen. Die gelingt Zattoo seit dem Wechsel vom Free- zum Abo-Modell, sagte Nick Brambring, CEO Zattoo und Leiter der Arbeitsgruppe Media over IP der Deutschen TV-Plattform. Auch er betonte die Bedeutung von Partnerschaften und Kooperationen zwischen Content-Lieferanten, Plattformen und Netzbetreibern. Es gelte die Darreichungsform der Inhalte zu verbessern, also z. B. technische Hürden bei der Übergabe vom Sender zum Aggregator abzubauen oder die Distribution zu optimieren. Deswegen stünden diese Themen im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe Media over IP.
 

Wann ist HD das neue SD?

Fernsehen ist immer noch die beliebteste Freizeitbeschäftigung in Deutschland, zumindest bei etwas älteren Menschen. Und vor allem die – sowie einkommensschwache Gruppen – gelte es im Falle einer SD-Abschaltung zu berücksichtigen, sagte Helwin Lesch vom Bayerischen Rundfunk. Nach Vorgabe der KEF werden nach Ende 2020 keine Mittel mehr für die SD-Verbreitung der öffentlich-rechtlichen Sender via Satellit vorgehalten. Deswegen übten die einzelnen Landesrundfunkanstalten gerade den Spagat zwischen diesen Budgetvorgaben und dem Bedarf der genannten Zuschauergruppen. Das sei ein laufender Prozess, deswegen seien Prognosen zu konkreten Abschaltterminen derzeit nicht möglich. Seiner Auffassung nach sollten aber Ende des Jahres bereits zwischen 80 bis 90 Prozent der Satelliten-Haushalte schon HD nutzen oder dazu technisch in der Lage sein.

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Dampfmaschine Satellit

Wenig Probleme bereitet das Thema den großen Free-TV-Konzernen. Die Mediengruppe RTL hat kürzlich erst die SD-Verbreitung über Astra verlängert. Für Andre Prahl, Leiter Programmverbreitung Mediengruppe RTL und Vorstandsvorsitzender der Deutschen TV-Plattform, ist der Satellit quasi die „Reichweiten-Dampfmaschine“. Es gäbe keinen Grund, ohne Not „den Maschinenkeller zu fluten“, der die Transformation in die digitale Welt finanzieren muss. Die sei strategisch ohnehin viel relevanter als Gedankenspiele um MPEG2 oder MPEG4, außerdem gebe es keine Korrelation zwischen Bildqualität und Programmerfolg. Die Verbesserung der spektralen Effizienz allein sei keine Grundlage für einen Kodierungswechsel, es müssten neue Optionen für Refinanzierung der Inhalte sowie die Adressierung zusätzlicher Haushalte geschaffen werden. Jeder dritte TV-Haushalt in Deutschland zahle schon für RTL-Programme in HD-Qualität, das sei ein großer Erfolg und wesentlicher Teil der Distributionsstrategie.
 

Mehr kommunizieren, Hürden abbauen

Einer der Vermarktungspartner von RTL HD ist dabei die HD PLUS GmbH. Georges Agnes, Geschäftsführer Operations und Produktentwicklung bei HD PLUS, sieht grundsätzlich jede Initiative positiv, die auf mehr Bildqualität einzahlt. Aus seiner Sicht müsste die gesamte Industrie daran arbeiten, die HD-Kommunikation zu intensivieren. Viele Zuschauer würden noch SD schauen und denken es sei HD. Bei dem abzusehenden 2-stufigen Ausstieg aus der SD-Verbreitung – zunächst die öffentlich-rechtlichen Anstalten, später die privaten Sender – müsse darauf geachtet werden, dass beim ersten Schritt HD-Geräte in die Haushalte kämen, die auch (später) mit den privaten HD-Sendern funktionieren. Bei der Vermarktung von HD konzentriere sich HD PLUS auf den Abbau von Einstiegshürden und habe deswegen stark die direkte Integration des Produkts in Fernsehgeräte vorangetrieben. Dadurch habe sich die technische Reichweite bereits deutlich erhöht. Für Theo Weirich, Geschäftsführer von wilhelm.tel, spielt die Frage SD oder HD eher im Streamingbereich eine Rolle. Die zunehmende Nachfrage nach leistungsfähigen Internetanschlüssen und Connectivity wirkt sich auf die zur Verfügung stehenden Bandbreite für Streamingservices zuhause aus.
 

Klasse statt Masse: Ultra HD

Abschließend wurde noch das Thema Ultra HD diskutiert. Die Landesrundfunkanstalten erarbeiten sich dazu gerade ein Meinungsbild, wieso es zurzeit wenig in puncto verfügbarer Inhalte zu berichten gibt. Der Fokus wird aber auf den klassischen Leuchtturm-Formate Sport und Fiction liegen. Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Mediengruppe RTL mit der Produktion von UHD-Inhalten, die auf dem Event-Sender RTL UHD ausgestrahlt werden. Geplant ist, das Angebot – u. a. Formel 1, GZSZ, Live-Sport und Live-Shows – weiter auszubauen. Dazu wird in der Gruppe jedes Format analysiert, ob eine UHD-Produktion einen sichtbaren Mehrwert bringt und vom Produktionsumfeld her machbar ist. RTL UHD ist unter anderem über HD+ zu empfangen. Hier genießt UHD einen hohen Stellenwert. 2019 wurden bereits 260 Stunden UHD-Events gesendet, 2020 soll die Zahl noch steigen.

Unbenannt

 

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